THEATER/R/ANDSCHAFTEN

Julian Gerhard und Martina Gimplinger rufen in Theater-Städten jenseits der Metropolen an. Die Erlebnisse mit den unbekannten Theaterhäusern sollen Thema sein - Ränder einer deutschen Theaterlandschaft stehen im Fokus.

Im Namen einer Studie der Erinnerung erzählen die BürgerInnen aus Anklam, Eggenfelden oder Neuwied spontan Inszenierungen nach, die nie für Aufsehen sorgten und eigentlich auf Ewig im Sumpf abertausender abgespielter Produktionen verschollen wären. Doch wieder ans Licht geholt, zeigt sich, wie der Zersetzungsprozess das herabgesunkene Material sehr hübsch zugerichtet hat. 


 

Konzept und Performance: Julian Gerhard und Martina Gimplinger

Showings: Zukunftsakademie Bochum

CONTEMPORARY PERFORMING ARTS

A collection of contemporary performing arts collected from your television

„contemporary performing arts" ist Videoinstallation und stets wachsendes Archiv zeitgenössischer Darstellender Künste aus Film und Fernsehen. Performances, die als Als-Ob-Performances zum Dienste der Handlung in Unterhaltungsformate eingebaut wurden, wurden herausgeschält, aneinandergereiht und überlagert.

 

Was verraten die Szenen über eine populäre Wahrnehmung von performativer Kunst? Was sagt der Zuschauer-Cast, der so tut, als betrachte er Kunst, über ein vom Mainstream her gedachtes Bild eines avantgardistisch motivierten Zuschauers? Warum verirren sich die Protagonisten der Serien und Filme in der Regel nur an die Orte der Performances und warum wollen sie fast immer fliehen? 

 

 

„This is Art“ Performative Installation aus der US Sitcom „Samantha Who?“  

 

Konzept und Umsetzung: Julian Gerhard

Showings: Ringlokschuppen Mülheim (CFF-Festival), Rotunde Bochum (Podest),

Theater Bremen (Out Now)

TO BE UNCANNY

In einem Bochumer Hinterhof werden Interviews mit Vorschulkindern zum Begriff des Unheimlichen gezeigt: in Kartons zwischen Laub, Geäst und Insekten. Schleichend aktivieren die Besucher beim Umherstreifen unwissend ein  gespenstisches Happening.

© Nils Voges

 

 

Konzept und Umsetzung: Julian Gerhard und Mina Novakova

Performance: Michael Lämmermann

Mentoring: Nils Voges

MIKROKONDITIONSAPPARATE

Einer von Trillionen schrillen Kinofilmen der 90er schafft den Medien- sprung ins Theater. Zuschauer und auch Performer wissen nicht, um welchen Stoff es sich handeln wird – allein dass es nicht der hoch- wertigste ist, sei bereits verraten. Es ist technischen Innovationen geschuldet, dass die Show funktionieren wird. Ein philosophisches Abenteuer für alle, denen die affektive Verrenkung zum basketballspielenden Hund oder Kraftmann als Undercover-Hebamme gelingt. 


 

 

 

Konzept und Umsetzung: Julian Gerhard

Performance: Wechselnd (U. a. Michael Lämmermann, Slim Weidenfeld)

Showings: Studiobühne Köln, Pumpenhaus Münster (Laughlab), Ringlokschuppen Mülheim (CFF-Festival)

DREI TAGE WACH

"Die einfache Fragestellung „Wie kann ich möglichst unverstellt in einer Bühnensituation handeln“, führte dazu, dass ich in einer performativen Rahmung schlichtweg schlafen wollte. Die fertige Aktion sah dann so aus, dass ein Freund und ich uns bei einer Präsentationsveranstaltung in einer Art Galerie, nach drei durchgemachten Nächten schlafen gelegt haben. Eine Kamera filmte uns und übertrug das Bild auf einen Fernseher im Nebenraum. Hier stand auch ein Mikrofon, über das man mit uns in Kontakt treten konnte. Auf die Aufträge, Fragen oder sonstigen Einfälle der partizipierenden Zuschauer, reagierten wir mit wirrem Gebrabbel, indem wir uns die Decke über den Kopf zogen, oder eben gar nicht – so jedenfalls die Überlieferung." Julian Gerhard, RUBENS (12 / 2014)

                                                                                               

 

 

Konzept und Umsetzung: Julian Gerhard

Performance: Lukas Frenzer, Julian Gerhard

Mentoring: Bojan Vuletic